Sicherheits-Check für Ihre IT

Der IT-Sicherheits-Check – Härten Sie Ihre IT-Werkzeuge

Das ist vielleicht das nervigste Kapitel. Ich nenne es » IT härten«. Mit »IT« meine ich alles, was Sie brauchen, um das Internet zu benutzen: Ihr Smartphone oder Tablet, Ihren Router und Ihre Computer und Notebooks.

»Härten« ist ein schönes deutsches Verb. Ein »Tu-Wort« für »etwas hart, widerstandsfähig machen«.

IT härten

Wir müssen uns leider daran gewöhnen, unsere Computer, Tablets und Smartphones sicherer machen zu müssen als unsere Haus- und Wohnungstüren. Gute Schlösser und stabiler Türen baut man einmal ein und fertig. Bis zum ersten Einbruch. Dann werden Türen und Schlösser verstärkt. Das reicht für lange Zeit. Wahrscheinlich werden Sie einen Einbruch in Ihrer Wohnung nie erleben.

Server und Rechenzentren dagegen werden heute im Takt von Millisekunden angegriffen. Unablässig suchen Schadprogramme nach Lücken in Routern und senden millionenfach Viren-Emails. Kriminelle versuchen Ihrem Computer zu kapern, um Ihren Computer als Viren- oder Spam-Schleuder zu missbrauchen. Allein der Verschlüsselungstrojaner „Locky“ soll ca. 17.000 Computer pro Tag befallen haben.[1]

In der Welt der IT ist es wie in der Medizin. „Erst die Krankheit…, dann die Arznei“. Ständig werden Sicherheitslücken entdeckt und neue Schadsoftware programmiert. Sicherheit kann man daher nicht kaufen und einmalig installieren. Die Sicherheit und der Schutz Ihrer IT ist eine kontinuierliche und leider nie endende Aufgabe.

Deshalb bleiben Sie am Ball, informieren Sie sich regelmäßig und härten Sie Ihre IT.

Updates, Updates, Updates…

Die wichtigste Grundregel vorneweg: Updates, Updates, Updates… Wenn Ihr Betriebssystem, eines Ihrer Softwareprogramme oder Ihr Smartphone meldet, dass ein Update bereit steht, installieren Sie es!

Installieren Sie es gleich! Sofort! Subito!

Wo immer möglich, sollten Sie in den Einstellungen Ihres Betriebssystems oder in den Programmen einstellen, dass Updates automatisch installiert werden. Wenn Sie das nicht wollen, lassen Sie sich wenigstens informieren, dass ein Update bereitsteht.

Aber vergessen Sie nicht, das Update dann auch zu installieren.

Anti-Viren-Programme

Kaufen Sie sich ein Virenprogramm. Ja, kaufen. Natürlich gibt es auch kostenlose Varianten. Aber diese sind nie wirklich kostenlos. Sie bezahlen vielleicht kein Geld, aber Sie bezahlen vielleicht mit Ihren Nutzerdaten oder Sie müssen nervige Werbung über sich ergehen lassen.
Und die Entwickler der Antiviren-Programme müssen auch ihre Rechnungen bezahlen und sich und ihre Familie ernähren. Je ausgefeilte und aggressiver die Schadprogramme werden, umso bessere Fachleute brauchen Sie und ich, um diese Angriffe abzuwehren. Auch die Server, die bei neuen Gefahren die Updates für Ihr Antiviren-Programm verteilen, kosten Geld.

Gute Virenprogramme gibt es – auch für mehrere Rechner ab zehn Euro. Das sollten Sie für die Sicherheit Ihrer Computer investieren. In Heft 04/2016 hat die Stiftung Warentest 17 Antivirenprogramme getestet.

Der Sicherheits-Check

Machen Sie den Sicherheits-Check für:

  • Ihren Computer
  • Ihren WLAN-Router
  • Ihr Betriebssystem (Windows, OS X, Linux)
  • Ihren Webbrowser
  • Ihr Smartphone (Android, iOS)
  • Ihren E-Mail-Account
  • Ihren facebook-, google+-, amazon-, …-Account

Eine sehr gute Sicherheits-Checkliste finden Sie im Magazin „c’t – ComputerTechnik“ in Heft Nummer 01/2016. Die Kurzfassung gibt es kostenlos hier als Leseprobe.

Den vollständigen Artikel, der alle einzelnen Checklisten enthält, können Sie für 1,49 € hier kaufen. Die wenigen Euro lohnen sich wirklich.

Oder fragen Sie in Ihrer Stadtbibliothek nach dem Magazin „c’t – ComputerTechnik“. Als eine der großen seriösen Computer-Zeitschriften sollten Sie das Heft 01/2016 auch in Ihrer Stadtbibliothek ausleihen können.

Die Artikel sind gut und verständlich geschrieben. Auch als Laie kann man den Anleitungen gut folgen und Schritt für Schritt leicht nachvollziehen.

Faustregel: Die Sicherheit und den Schutz, die man am Ende hat, ergibt sich ungefähr zu

  • 10 % – aus der verwendeten Technik
  • 60 % – daraus, dass man weiß, was man tut. Und das nicht bloß ab und zu mal, sondern jederzeit!
  • 30 % – aus Disziplin. Es reicht nicht aus zu wissen, was zu tun ist, man muss es auch machen.

Hauke Laging – http://openpgp-schulungen.de

Bitte beachten Sie, dass Sie für die Sicherheit und Arbeitsfähigkeit Ihrer Computer, Tablets, Smartphones usw. immer selbst verantwortlich sind. Für Inhalt, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen übernehme ich keine Gewähr.

Sorgen Sie also immer selbst für regelmäßige Backups und informieren Sie sich gründlich aus verschiedenen Quellen, bevor Sie Änderungen an Ihrer IT vornehmen.